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Kurz und Kickl - Ihr Spiel mit Macht und Angst

„Es begann mit heiligen Schwüren und endete mit düsteren Drohungen“. So fasst Kurier-Herausgeber Helmut Brandstätter die 17 Monate der Regierung Kurz zusammen. Bundeskanzler Kurz und sein Vize Heinz-Christian Strache wollten zwei Legislatur-perioden gemeinsam regieren. Und „nicht streiten“. Dabei war von Anfang an klar, dass die FPÖ den Staat von Grund auf verändern und Kurz vor allem formal an der Macht sein wollte. Herbert Kickl wollte Innenminister werden, um aus der Republik Österreich einen autoritären Staat zu machen. Und Sebastian Kurz und seine ÖVP schauten so lange zu, bis sie sich selbst von Kickl bedroht fühlten. Das Ibiza-Video war eine willkommene Gelegenheit, den Innenminister zu entlassen.

Umso erstaunlicher, dass Kurz offenbar nach der Nationalratswahl wieder mit der FPÖ regieren will. Für die neuerliche Macht würde er ignorieren, dass diese Partei mit ihrer Geschichte und vielen ihrer Funktionäre nicht in der Zweiten Republik angekommen ist. Dieses Buch erklärt, wie die FPÖ weiter einen autoritären Staat aufbauen will. Vor allem die Vorfälle rund um den Sturm auf das BVT werden so gezeigt, dass verständlich wird, worum es ging: um einen schleichenden Putsch. Im Ibiza-Video konnten es alle hören, die FPÖ hat ein Vorbild: Viktor Orbán. Und sie wollte ein Land wie Ungarn formen, mit einer korrupten Führung ohne Respekt für die Bevölkerung und Medien, die Oligarchen gehören und „Zack-Zack-Zack“ schreiben, was die Regierung befiehlt.

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Brandstätter versus Brandstetter - Diskurs 
 

Mitte der 1970er Jahre trafen einander zwei Studenten an der juristischen Fakultät der Universität Wien, beide aus katholischem Elternhaus und politisch interessiert. Sie engagierten sich in der Studentenunion, einer Studierendenpartei, die der ÖVP nahe, jedoch immer wieder auch mit ihr in Konflikt stand. Der eine, Helmut Brandstätter, wurde Vorsitzender der Österreichischen Hochschülerschaft, der andere, Wolfgang Brandstetter, sein Pressesprecher.


40 Jahre später sind die Rollen der beiden vertauscht: Brandstätter ist als Chefredakteur der Tageszeitung KURIER nun Journalist, Brandstetter als Justizminister ein echter Politiker. In ihrem Buch sprechen die beiden über Herkunft, Familien, berufliche Erfahrungen und die Frage, ob es eine Freundschaft zwischen einem Politiker und einem Journalisten geben kann. Aber es kommt auch zur Sprache, wie der Beruf des Politikers den Menschen verändert, ob Politiker manchmal lügen müssen und wie schwierig der Abschied von der Macht ist. Und es erzählen beide von jenen Begegnungen, die für ihren Beruf und ihr Leben speziell prägend waren. 

Ein zeitgeschichtlich interessantes und intellektuell anregendes Gespräch zweier Zeitzeugen, die – wenn auch oft aus unterschiedlichen Perspektiven – vieles gemeinsam erlebt haben.